Yamaha überarbeitet die MT-125 für das Modelljahr 2027. Die kleinste Vertreterin der Hyper-Naked-Familie erhält eine kantigere Front, einen neu gestalteten Tank und eine überarbeitete Sitzbank. Unter der neuen Verkleidung bleibt dagegen vieles beim Alten.
Mit der MT-125 richtet sich Yamaha vor allem an junge Motorradfahrer und Einsteiger, die den charakteristischen Look der größeren MT-Modelle auch in der 125er-Klasse suchen. Für 2027 rückt der japanische Hersteller sein Einstiegsmodell optisch näher an die größeren Mitglieder der Familie. Die Änderungen betreffen hauptsächlich das Design und die Ergonomie, während die technische Basis weitgehend unverändert bleibt.
Neue Front und überarbeitete Ergonomie
Am auffälligsten ist die neu gestaltete Frontpartie. Yamaha setzt auf eine kantigere Linienführung mit schmalen, klingenförmigen LED-Positionsleuchten und integrierten LED-Blinkern. Eine dunkel getönte, transparente Frontmaske mit MT-125-Schriftzug rundet das neue Erscheinungsbild ab.
Auch Tank und Sitzbank wurden überarbeitet. Der neu geformte Kraftstofftank soll in Verbindung mit der schmaleren Sitzbank einen besseren Knieschluss ermöglichen und dem Fahrer mehr Bewegungsfreiheit bieten. Laut Yamaha profitieren davon sowohl die entspannte Sitzposition im Stadtverkehr als auch eine aktivere Haltung auf kurvigen Strecken.
Die Seitenverkleidungen erhalten strukturierte Oberflächen mit einem dunkel getönten, teilweise transparenten Muster im sogenannten Glitch-Design. Dahinter bleibt das MT-Logo sichtbar. Zusammen mit den neuen Tankgrafiken entsteht ein modernerer Auftritt, ohne dass die MT-125 ihre bisherige Designsprache vollständig aufgibt.
Beim Motor bleibt Yamaha dem bewährten Konzept treu
Wer mit dem neuen Modelljahr auf grundlegende technische Veränderungen gehofft hat, wird sich gedulden müssen. Yamaha übernimmt den bekannten flüssigkeitsgekühlten 125-cm³-Einzylindermotor mit variabler Ventilsteuerung (VVA).
Das System passt die Ventilsteuerung an unterschiedliche Drehzahlbereiche an und soll damit ein möglichst breites nutzbares Leistungsband ermöglichen.
Auch beim Fahrwerk bleibt es bei der bekannten Konstruktion. Der Deltabox-Rahmen und die 41-mm-Upside-down-Gabel gehören weiterhin zur Ausstattung. Die Sitzhöhe beträgt unverändert 810 Millimeter.
Eine höhere Motorleistung oder grundlegende Änderungen am Fahrwerk kündigt Yamaha für das Modelljahr 2027 nicht an. Die Überarbeitung ist damit vor allem als Modellpflege und nicht als vollständige technische Neuentwicklung einzuordnen.
TFT-Display und Smartphone-Anbindung
Bei der digitalen Ausstattung setzt Yamaha weiterhin auf ein fünf Zoll großes TFT-Farbdisplay. Über die kostenlose MyRide-App lässt sich ein Smartphone mit dem Motorrad verbinden.
Damit stehen unter anderem eine Turn-by-Turn-Navigation sowie Funktionen zur Verwaltung von Anrufen, Nachrichten und Musik zur Verfügung.
Darüber hinaus bietet MyRide die Möglichkeit, gefahrene Routen aufzuzeichnen und Fahrdaten auszuwerten. Dazu gehören beispielsweise die zurückgelegte Strecke und der erfasste Schräglagenwinkel. Die App erlaubt außerdem das Speichern und Teilen von Touren.
Die Konnektivitätsfunktionen gehören allerdings nicht zu den grundlegenden Neuerungen des Modelljahres 2027, sondern sind bereits von der bisherigen MT-125 bekannt.
Vier Farben, darunter das neue Redline White
Neben den optischen Änderungen erweitert Yamaha die Farbpalette. Neu hinzu kommt die Variante Redline White, die weiße Flächen mit auffälligen roten Akzenten und einer zweifarbigen Sitzbank kombiniert.
Die bereits bekannten Farbvarianten bleiben weiterhin erhältlich:
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Redline White (neu)
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Ice Storm
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Icon Blue
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Tech Black
Alle vier Versionen erhalten zudem eine überarbeitete 125er-Grafik an den Tankseiten.
Passend zum Modell bietet Yamaha auch Originalzubehör zur Individualisierung an. Dieses kann einzeln bestellt oder bereits vor der Fahrzeugübergabe beim Yamaha-Händler montiert werden.
Marktstart im ersten Quartal 2027
Die überarbeitete Yamaha MT-125 soll im ersten Quartal 2027 bei den europäischen Vertragshändlern eintreffen.
Einen konkreten Verkaufspreis für Österreich hat Yamaha in der aktuellen Ankündigung noch nicht genannt. Auch die genauen Liefertermine stehen noch aus.
Fazit: Yamaha setzt bei der MT-125 für 2027 auf eine behutsame Weiterentwicklung. Die neue Front, der überarbeitete Tank und die schmalere Sitzbank lassen das Motorrad moderner wirken und sollen die Ergonomie verbessern. Technisch bleibt die kleine MT dagegen weitgehend beim bewährten Konzept. Wer auf einen stärkeren Motor oder ein grundlegend neues Fahrwerk gehofft hat, findet diese Neuerungen hier nicht.





