Triumph Motorcycles präsentiert die nächste Generation der Tiger 1200, die mit einem umfassenden Update in puncto Leistung, Zugänglichkeit und Fahrwerkstechnik aufwartet. Das Herzstück bildet der überarbeitete 1200er-Triple, der nun 158 PS leistet und durch eine verbesserte Abstimmung von Motor, Getriebe und Kardanantrieb noch mehr Souveränität im unteren Drehzahlbereich bieten soll.
Ein technisches Highlight ist das neue semi-aktive SHOWA EERA HEIGHTFLEX-Fahrwerk, das die Sitzhöhe bei Stopps automatisch um 30 mm absenkt. Mit der niedrigen Sitzbank und aktiver automatischer Absenkung lässt sich die Sitzhöhe im Stand auf 790 mm reduzieren. Die niedrige Sitzbank gehört in ausgewählten Märkten zur Serienausstattung und ist in anderen als Zubehör erhältlich. Der Centre Stand Assist erhöht vorübergehend die Federvorspannung und hebt dadurch das Heck an, um das Aufbocken auf den Hauptständer zu erleichtern.
[Fotos: Triumph] Tiger 1200 Rally Explorer 2027
Die Modellreihe gliedert sich weiterhin in vier Varianten: GT Pro, Rally Pro, GT Explorer und Rally Explorer. Während die Pro-Modelle mit einem 20-Liter-Tank ausgestattet sind, verfügen die Explorer-Versionen über ein 30-Liter-Reservoir für ausgedehnte Touren. Alle Modelle rollen nun auf einer Kombination aus 19-Zoll-Vorderrad und 17-Zoll-Hinterrad, wobei die GT-Modelle auf Gussräder setzen und die Rally-Varianten mit geländegängigen, seitlich gespeichten Rädern ausgestattet sind. Der Federweg beträgt bei allen Modellen 200 mm, unterstützt durch 49-mm-Gabeln und ein semi-aktives Federbein mit automatischer Niveauregulierung.
Technik und Sicherheit auf neuem Niveau
Die Tiger 1200 setzt verstärkt auf digitale Vernetzung und Sicherheit. Ein neues 7-Zoll-HD-Touchscreen-Display unterstützt nun kabelloses Apple CarPlay und Android Auto. Die Bedienung über den Touchscreen ist aus Sicherheitsgründen auf Geschwindigkeiten unter 2 km/h begrenzt. Für die Stromversorgung mobiler Geräte steht ein wasserdichtes Fach im Tankbereich bereit, das über einen USB-C-Anschluss mit 3A/15W Ladeleistung sowie eine aktive Kühlung verfügt.
In Zusammenarbeit mit Bosch wurde ein umfassendes Paket an Advanced Rider Assistance Systems (ARAS) integriert, das auf Radar-Technologie an Front und Heck basiert. Zu den Funktionen zählen unter anderem ein adaptiver Tempomat, ein Totwinkel-Assistent sowie ein Notbremsassistent. Zudem sorgt ein adaptives LED-Kurvenlicht, das bei Schräglagen von 15 und 30 Grad zusätzliche LED-Elemente aktiviert, für eine bessere Ausleuchtung.
Optimierter Antrieb und Komfort
Der 1200er-Motor erreicht seine Spitzenleistung von 158 PS bei 9.250 U/min, was einer Steigerung von 8 PS gegenüber dem Vorgängermodell entspricht. Durch die Überarbeitung von Zylinderkopf, Kolben und Ventiltrieb sowie eine Anpassung der Getriebeübersetzung in den ersten drei Gängen konnte die Kriechgeschwindigkeit um 6 km/h reduziert werden, was das Handling bei niedrigen Geschwindigkeiten verbessert. Für Langstreckenkomfort sorgen zudem Sitze mit 10 mm dickerem Schaumstoff sowie serienmäßige Heizgriffe und beheizbare Sitze.

Das Serviceintervall der neuen Tiger 1200 ist auf 16.000 km festgelegt. Für den Transport bietet Triumph ein neues, in Zusammenarbeit mit GIVI entwickeltes Gepäcksystem an, darunter eine 58-Liter-Topbox, die Platz für zwei Helme bietet und die bestehende 42-Liter-Option ergänzt. Die neuen Modelle werden ab Dezember 2026 bei den Händlern erwartet.


