Maximo Quiles hat sich beim Großen Preis von Indonesien in Mandalika vorzeitig den Moto3-Weltmeistertitel gesichert. Der 2008 geborene Spanier aus Murcia dominierte die Saison von Beginn an und unterstrich seine Ausnahmestellung mit einem souveränen Sieg auf dem indonesischen Kurs.

Bereits vor dem Rennen in Mandalika hatte Quiles eine beeindruckende Bilanz vorzuweisen: Mit neun Siegen aus fünfzehn Saisonrennen, darunter der letzte Erfolg in Österreich, hatte er die Marke von 300 Punkten in der Gesamtwertung bereits überschritten. Auch in Indonesien ließ er keinen Zweifel an seiner Form und überquerte die Ziellinie mit fast drei Sekunden Vorsprung auf Almansa.

Quelle: Pirelli

Der Kampf um den dritten Platz gestaltete sich deutlich enger. Matteo Bertelle lieferte sich ein intensives Duell mit Brian Uriarte und konnte diesen kurzzeitig überholen. Ein Fehler des Italieners in der Schlussphase ermöglichte es Uriarte jedoch, sich den letzten Podiumsplatz zurückzuholen.

Starke Unterstützung und sportlicher Werdegang

Hinter dem Erfolg von Quiles steht ein enges Netzwerk, allen voran das Team der Marquez-Brüder. Die Verbindung zu Marc Marquez nahm 2022 in Valencia ihren Anfang, nachdem Quiles einen Sieg im Rookies Cup eingefahren hatte. Marc Marquez kontaktierte daraufhin den Vater des jungen Talents, um ihm sportliche und wirtschaftliche Unterstützung anzubieten. Quiles trainiert regelmäßig mit den Brüdern, was er als wesentlichen Bestandteil seiner Entwicklung sieht.

Seine ersten Erfahrungen auf dem Motorrad sammelte Quiles bereits im Alter von vier Jahren in einer Motorradschule in Murcia. Trotz eines frühen Schlüsselbeinbruchs und anfänglicher Skepsis gegenüber dem Training fand er durch die Unterstützung seines Vaters, der selbst als Amateur Straßenrennen bestritt, zu seinem Selbstvertrauen. Seinen Nachnamen wählte er bewusst nach seiner Mutter, da er ihn für einzigartiger hält als den Namen Martínez. Die Startnummer 28 ist eine Hommage an die 27 seines Vaters.

Mentale Reife und Blick auf die Moto2

Quiles selbst beschreibt seine Entwicklung vor allem als mentalen Prozess. Während er in seinem Rookie-Jahr noch ohne Druck agieren konnte, stieg die Erwartungshaltung in seiner zweiten Saison spürbar an. Mit dem Weltmeistertitel in der Tasche richtet sich der Blick nun bereits auf die Zukunft: Ab 2027 wird Quiles in die Moto2-Klasse aufsteigen und dort an der Seite von Celestino Vietti antreten. Er selbst stuft die Moto2 als eine „sicherlich schwierige“ Kategorie ein, der er sich nun als amtierender Weltmeister stellt.

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