Álex Márquez wird beim kommenden MotoGP-Rennen in Katar nicht an den Start gehen. Der Gresini-Pilot hat bestätigt, dass er sich am Montag, dem 2. November, einer Operation unterziehen wird. Grund dafür sind die anhaltenden Beschwerden an seinem rechten Schlüsselbein, das er sich im Mai beim Grand Prix von Katalonien gebrochen hatte.
Die Entscheidung fiel unmittelbar nach dem Großen Preis von Malaysia, den der Spanier trotz erheblicher körperlicher Probleme auf dem dritten Platz beendete. Hinter seinem Bruder Marc Márquez und Pedro Acosta sicherte er sich in Sepang einen weiteren Podestplatz, musste anschließend jedoch eingestehen, dass eine Fortsetzung der Saison ohne medizinischen Eingriff nicht mehr sinnvoll ist.
Foto: BK8 Gresini Racing
Anhaltende Probleme nach Schlüsselbeinbruch
Márquez hatte sich bei seinem Sturz in Barcelona das rechte Schlüsselbein gebrochen. Die Verletzung wurde operativ versorgt und mit einer Metallplatte stabilisiert.
Seit seiner Rückkehr auf die Rennstrecke kämpft der Gresini-Pilot jedoch mit anhaltenden Beschwerden. Bereits am Malaysia-Wochenende erklärte er, dass er seit seinem Comeback bei den Rennen auf schmerzlindernde Injektionen angewiesen sei.
Nach dem Grand Prix von Malaysia bestätigte er nun seine Entscheidung für einen weiteren Eingriff.
„Ich bin sehr glücklich, auf dem Podium zu stehen und vor allem ein Rennen beendet zu haben, das mich besonders körperlich enorm gefordert hat. Leider war es extrem schwierig, zwei aufeinanderfolgende Rennen zu bewältigen. Deshalb habe ich beschlossen, eine Pause einzulegen und mich morgen operieren zu lassen. Andernfalls würde ich in Katar ankommen, ohne überhaupt genügend Kraft zu haben, um das erste Freie Training zu überstehen“, erklärte Márquez.
Rückkehr für Portugal und Valencia geplant
Ursprünglich hatte Márquez mehrere mögliche Zeitfenster für den Eingriff in Betracht gezogen. Sein Ziel war es, die Übersee-Rennen möglichst vollständig zu absolvieren, bevor er sich erneut operieren lässt.
„Es gab mehrere mögliche Zeitfenster für diese Operation, und ich habe sie so lange wie möglich hinausgezögert, um die Übersee-Tournee abzuschließen. Aber jetzt ist der Zeitpunkt gekommen. Das Ziel ist nun, für die letzten beiden Rennen der Saison wieder bei voller Stärke zu sein“, so der Spanier.
Damit steht fest, dass der Gresini-Pilot den Grand Prix von Katar vom 6. bis 8. November auf dem Lusail International Circuit verpassen wird.
Sein Comeback ist für die beiden letzten Saisonstationen in Portugal und Valencia vorgesehen. Ob dieser Zeitplan eingehalten werden kann, hängt allerdings vom Heilungsverlauf und der anschließenden medizinischen Freigabe ab.
Die vollständige Genesung hat für Márquez auch mit Blick auf 2027 besondere Bedeutung. Nach der laufenden Saison wird er zu KTM wechseln und dort künftig für das Werksteam antreten. Bereits beim Valencia-Test im Dezember soll er erstmals mit dem neuen Motorrad für die kommende MotoGP-Ära auf die Strecke gehen.