Franco Morbidelli steht vor einer neuen Herausforderung: Der aktuelle VR46-Pilot wechselt in die Superbike-Weltmeisterschaft und übernimmt dort bei Aruba Ducati den Platz von Nicolò Bulega. Der Wechsel wurde mit Zustimmung von Gigi Dall’Igna möglich gemacht, der laut Morbidelli genau weiß, was der Italiener dem Team und Ducati insgesamt geben kann.
Morbidelli will die Chance nutzen, um wieder regelmäßig an der Spitze zu kämpfen. Er kündigt an, an seinen Schwächen zu arbeiten und gleichzeitig seine Stärken einzubringen – darunter seine Erfahrung, seine Aggressivität im Zweikampf und seine Art, um Spitzenpositionen zu kämpfen.
„Ich will wieder vorne kämpfen“
Morbidelli verweist darauf, dass er in großen Teilen seiner Karriere entweder um Siege oder zumindest um Top-Fünf-Platzierungen gekämpft habe. In der Superbike-WM will er genau dieses Gefühl wiederfinden und an seine stärksten Jahre anknüpfen.
Gigi Dall’Igna kenne sowohl seine aktuellen Schwierigkeiten als auch das Potenzial, das er dem Ducati-Projekt bringen könne. Für Morbidelli ist der Wechsel daher eine Gelegenheit, „die beste Version von Franco Morbidelli“ zu zeigen.
Wechsel von Michelin zu Pirelli
Ein wichtiger Punkt bei der Umstellung wird der Wechsel von Michelin- auf Pirelli-Reifen sein. Morbidelli hält diesen Schritt für potenziell einfacher als den umgekehrten Weg.
Er beschreibt die Michelin-Reifen als besonders charakteristisch: sehr viel Grip am Hinterrad, aber zugleich eine extrem präzise Front. Gerade diese Schärfe könne jedoch auch dazu führen, dass Fehler leichter passieren.
Morbidelli vergleicht dieses Verhalten mit der Leistungsentfaltung eines Zweitaktmotors: Die Reaktion sei sehr direkt und klar definiert.
Er erwartet, dass die Michelin-Reifen in der Superbike-WM weniger extrem ausfallen werden als in der MotoGP, die grundlegende Charakteristik beziehungsweise „DNA“ aber erhalten bleibt.
Blick auf die verbleibenden Rennen
Vor seinem Wechsel stehen für Morbidelli noch einige Rennen in der MotoGP an. Mit Blick auf die kommende Aufgabe verweist er auf die Erfahrungen aus dem Vorjahr, als die Ducati-Fahrer auf dieser Strecke große Schwierigkeiten hatten – mit Ausnahme von Alex Marquez. Genau das gebe den Ducati-Piloten zumindest einen kleinen Grund für Zuversicht.
Zum neuen Format wollte sich Morbidelli dagegen nicht näher äußern. Er erklärte, dass er die Details noch nicht gelesen habe und deshalb bewusst neutral bleiben wolle.
