Ducati präsentiert mit der Panigale V4 des Modelljahres 2027 eine konsequente Weiterentwicklung seines Superbikes, die gezielt auf eine gesteigerte Performance auf der Rennstrecke und eine verbesserte Zugänglichkeit für den Fahrer ausgelegt ist. Bei Testfahrten auf dem Kurs in Vallelunga konnte das neue Modell die Rundenzeiten im Vergleich zum Vorgänger um durchschnittlich 0,4 Sekunden unterbieten.
Die technischen Überarbeitungen umfassen den Desmosedici Stradale-Motor, das Fahrwerk sowie die elektronischen Assistenzsysteme. Mit einer Spitzenleistung von 218 PS und einer angepassten Getriebeübersetzung soll das Bike nicht nur schneller, sondern auch intuitiver beherrschbar sein. Die Markteinführung bei den europäischen Ducati-Händlern ist für März 2027 geplant.
Optimierter Antrieb und gesteigerte Effizienz
Der Desmosedici Stradale-Motor profitiert von Modifikationen an der Ansaug- und Auspuffanlage sowie einem überarbeiteten Schmierkreislauf, die mechanische Reibungsverluste minimieren. Die Spitzenleistung steigt auf 218 PS (+2 PS), wobei der Zuwachs besonders im Bereich zwischen 12.000 und 14.000 U/min spürbar ist. Der neue, vergrößerte vordere Lufteinlass erhöht den Luftdruck bei 300 km/h um 0,6 Prozent. Um das Potenzial besser auszuschöpfen, wurde der Drehzahlbegrenzer für die Gänge zwei bis fünf auf 15.000 U/min angehoben. In Kombination mit einer längeren Endübersetzung (17/42 statt 16/41) reduziert dies die Anzahl der notwendigen Schaltvorgänge pro Runde, was in Vallelunga zwei Schaltvorgänge einspart. Für den reinen Renneinsatz ist zudem eine Akrapovič Full Racing Exhaust PRO-Anlage erhältlich, die die Leistung um 11 PS steigert, das Drehmoment um 7 Nm erhöht und das Gewicht um 6,6 kg reduziert.
Fahrwerk und Ergonomie
Die Ingenieure haben den Fokus auf das Fahrgefühl in Schräglage gelegt. Der neue Front Frame weist eine um 12 Prozent reduzierte seitliche Steifigkeit auf, was den Grip am Vorderrad und die Präzision beim Einlenken verbessern soll. Die geänderte Übersetzung bewirkt zudem eine effektive Verkürzung des Radstands um 8 mm, was die Agilität bei Richtungswechseln erhöht. Die Panigale V4 S erhält neue, verstellbare Lenkerstummel ausschließlich für den Einsatz auf der Rennstrecke. Die um 10 mm erhöhte Position soll die Kontrolle bei Richtungswechseln und starkem Bremsen verbessern und den Kraftaufwand reduzieren. Die Basisversion Panigale V4 besitzt feste Lenkerstummel..
Elektronik-Updates
Die Elektronik erhält mit dem „Dynamic Engine Brake“-System ein neues Feature, das das bisherige Engine Brake Control ersetzt. Unter Verwendung des DVO-Algorithmus (Ducati Vehicle Observer) wird die Motorbremse basierend auf der tatsächlichen Last am Hinterrad moduliert, was für mehr Stabilität am Kurveneingang sorgt. Ergänzt wird dies durch die neue „Race Brake Control“, die den Beitrag des Hinterrads bei der Verzögerung erhöht. Beide Systeme erlauben in Kombination spätere Bremspunkte und eine effizientere Linienwahl.
Individuelle Konfiguration
Die Panigale V4 S wird Teil des „Ducati Factory Made“-Programms. Kunden können aus 11 verschiedenen Farbgebungen wählen, darunter fünf Optionen aus dem „Ad Personam“-Programm von Lamborghini. Zudem können homologierte Komponenten wie das „Front Brake PRO/PRO+“-Paket, eine STM-Trockenkupplung oder einstellbare Fußrasten direkt ab Werk installiert werden.
Panigale V4 S: Farben und Serienausstattung
Farben und Dekore
- Icon: Ducati Red und Ducati Yellow.
- Style: Thrilling Black und GP19 Red.
- Sophistication: Aviator Grey und Arctic White Silk.
- Lamborghini Ad Personam: Arancio Xanto, Giallo Belenus, Verde Scandal, Viola Pasifae und Blu Uranus.
- Zwei zusätzliche Dekore: Performance und Corse.
Motor, Fahrwerk und Bremsen
- Desmosedici Stradale-Motor mit 1.103 cm³ Hubraum.
- Maximale Leistung: 218 PS bei 13.500 U/min.
- Maximales Drehmoment: 120,6 Nm bei 11.000 U/min.
- Drehzahlbegrenzer bei 15.000 U/min in den Gängen zwei bis fünf.
- Neuer, vergrößerter vorderer Lufteinlass: um 0,6 Prozent erhöhter Luftdruck bei 300 km/h.
- Fahrfertiges Gewicht ohne Kraftstoff: 187 kg.
- Front Frame mit optimierter seitlicher Steifigkeit.
- 17-Liter-Kraftstofftank aus Aluminium.
- Ducati Electronic Suspension (DES) 3.0.
- Öhlins NPX-30-Gabel mit Öhlins Smart EC 3.0-Steuerung.
- Öhlins TTX 36-Federbein mit Öhlins Smart EC 3.0-Steuerung.
- Öhlins-Lenkungsdämpfer mit Öhlins Smart EC 3.0-Steuerung.
- Geschmiedete Aluminiumräder und Lithium-Batterie.
- Bremsanlage mit Brembo Hypure-Monoblock-Bremssätteln.
- Pirelli Diablo Supercorsa V4-Reifen, hinten in der Dimension 200/60.
- Neue, integrierte Winglets in Doppeldecker-Anordnung mit vergrößerten seitlichen Endplatten.
Elektronik und weitere Ausstattung
- Elektronikpaket mit Sechsachsen-Inertialmesseinheit (6D IMU).
- Race eCBS mit Kurvenfunktion; Ducati Traction Control (DTC) DVO; Ducati Slide Control (DSC); Ducati Wheelie Control (DWC) DVO; Ducati Power Launch (DPL) DVO; Ducati Quick Shift (DQS) 2.0; Dynamic Engine Brake (DEB); Race Brake Control (RBC); Ducati Vehicle Observer (DVO).
- Verstellbare Lenkerstummel – ausschließlich für den Einsatz auf der Rennstrecke.
- Tasten zur schnellen Anpassung der Regelstufen.
- Neues 6,9-Zoll-TFT-Display im Format 8:3.
- Fahrmodi: Race A, Race B, Sport, Road und Wet.
- Voll-LED-Beleuchtung mit Tagfahrlicht (DRL) und in den Scheinwerfer integrierten Blinkern.***
- Einsitzige Konfiguration; ein Sozius-Kit ist als Zubehör erhältlich.
- Vorbereitet für Ducati Data Logger (DDL) und Ducati Multimedia System (DMS).
Panigale V4: Unterschiede zur V4 S
Die Panigale V4 übernimmt die Serienausstattung der V4 S mit den folgenden Abweichungen:
- Farbe: Ducati Red mit Rahmen in Urban Grey und schwarzen Rädern.
- Fahrfertiges Gewicht ohne Kraftstoff: 191 kg.
- Voll einstellbare 43-mm-Showa Big Piston Fork (BPF).
- Voll einstellbares Sachs-Monofederbein.
- Sachs-Lenkungsdämpfer.
- Feste Lenkerstummel anstelle der verstellbaren Ausführung.
- Fünfspeichen-Leichtmetallräder anstelle geschmiedeter Aluminiumräder.
- Blei-Säure-Batterie anstelle der Lithium-Batterie.





