Der Brasilianer Diogo Moreira wird in der kommenden Saison für das Honda-Werksteam in der MotoGP an den Start gehen. Die offizielle Bestätigung für den Aufstieg des diesjährigen besten Rookies erfolgte im Rahmen des Japan-GP, womit er künftig an der Seite von Fabio Quartararo fahren wird.

Moreira, der aktuell für das Satellitenteam LCR Honda antritt, blickt optimistisch auf die neue Herausforderung. Im Gespräch mit Motorsport.com erklärte der Brasilianer, dass er Honda auf Basis der Daten aus den Testfahrten in Österreich zutraue, im kommenden Jahr um den Weltmeistertitel zu kämpfen. Der Hersteller habe massiv in das neue Projekt investiert. Sein Sprint-Podium beim Japan-GP sei dabei keine bewusste Demonstration im Hinblick auf den Werksvertrag gewesen, sondern vielmehr das Ergebnis eines gut verlaufenen Wochenendes.

Foto: Honda HRC Castrol

Der Wechsel in das Werksteam ist für Moreira der logische nächste Karriereschritt. Er betont, dass der direkte Sprung von der Moto2 in ein Werksteam in der MotoGP selten sei und verweist auf Marc und Álex Márquez als Ausnahmen. Sein Vertrag umfasst die laufende Saison sowie zwei weitere Jahre. Trotz des erhöhten Drucks und der neuen Verantwortung sieht er die verbleibenden Rennen als eine Art Vorbereitung auf das kommende Jahr.

Ein zentraler Faktor für die nächste Saison sind die neuen technischen Reglements, die sowohl die Motorräder als auch die Reifen betreffen. Moreira erwartet, dass die ersten Grands Prix entscheidend sein werden, da das Gesamtpaket den Unterschied ausmachen könnte. Er zieht hierbei einen Vergleich zur Moto2, wo die Einführung der Pirelli-Reifen das Feld neu sortierte und Piloten wie Ai Ogura und Sergio García zu Saisonbeginn stark performten.

Hinsichtlich der technischen Entwicklung zeigt sich der Pilot zuversichtlich: „Mit dem neuen Motor und der neuen Aerodynamik werden wir unseren Körper wieder mehr einsetzen können, wodurch der Fahrer einen größeren Einfluss auf die Gesamtleistung haben wird.“ Aktuell sieht er in der MotoGP die Performance noch stark durch das Motorrad limitiert, was den Spielraum für den Fahrer einschränke. Für den Rookie David Alonso, der künftig für LCR Honda fährt, sieht er durch die neuen Maschinen, die seiner Einschätzung nach einfacher zu fahren sein werden als die aktuellen 1.000-ccm-Modelle, und die Erfahrung des Teams eine gute Ausgangslage.

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