Justin Marks, Gründer der Trackhouse Entertainment Group, hat einen signifikanten Minderheitsanteil an seinem MotoGP-Team an den in London ansässigen Sportfonds 1936 verkauft. Dieser Schritt ermöglicht es Marks, einen Teil seiner ursprünglichen Investitionen zurückzuerhalten und frisches Kapital für den weiteren Betrieb des Rennstalls zu sichern.

Die Transaktion unterstreicht das wachsende Interesse von Investoren an der MotoGP, seit Liberty Media die Rennserie übernommen hat. Das Investment betrifft ausschließlich den MotoGP-Zweig von Trackhouse und umfasst nicht die NASCAR-Aktivitäten des Unternehmens in den USA.

Quelle: Vaclav Duska Jr./Trackhouse

Der Fonds 1936, der vor rund einem Jahr gegründet wurde, ist ein Zusammenschluss namentlich nicht genannter Familien und Einzelpersonen. Geführt wird die Gruppe von Charlie Raposo, einem ehemaligen britischen Profi- und Olympiaskifahrer. Für 1936 stellt das Engagement bei Trackhouse die erste bedeutende Investition in ein Sportteam dar. Neben 1936 bleibt der Avenue Sports Fund von Marc Lasry als Investor an Bord; über die genaue prozentuale Aufteilung der Anteile wurde nichts bekannt.

Strategische Ausrichtung und Marktumfeld

Trackhouse erwarb 2023 für einen hohen siebenstelligen Betrag eine MotoGP-Franchise und ersetzte RNF Racing. Der Kauf erfolgte vor dem erfolgreichen Übernahmeangebot von Liberty Media im Jahr 2024. Das mit Aprilia zusammenarbeitende Team ist derzeit das einzige in US-amerikanischem Besitz in der MotoGP und liegt in der Teamwertung auf Platz drei von elf.

Quelle: Vaclav Duska Jr./Trackhouse

Charlie Raposo sieht in der MotoGP großes Wachstumspotenzial, warnt jedoch vor zu hohen Erwartungen an einen automatischen Erfolg durch Liberty Media. Raposo warnt davor, sich allein auf den Wachstumsschub durch Liberty Media zu verlassen. Ohne eigene Anstrengungen werde sich der erhoffte Erfolg nicht automatisch einstellen. Er betont, dass die Serie vor der Herausforderung stehe, neue Zielgruppen zu erschließen und neue Helden aufzubauen, da derzeit eine Figur mit der Strahlkraft eines Lewis Hamilton fehle. Das Team tritt offiziell unter dem Namen Superfile Trackhouse MotoGP Team an, nachdem das in Chicago ansässige Softwareunternehmen Superfile – das auch als Sponsor in der UFC aktiv ist – als Titelsponsor gewonnen werden konnte.

Bei der Transaktion wurde Trackhouse von Tifosy Capital & Advisory sowie Davis Polk beraten, während der Fonds 1936 von McGuireWoods und Sheridans unterstützt wurde.

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